View Full Version : Etwas auf Deutsch...
karekeng
07-18-2003, 07:21 PM
habt ihr was ueber UZB zu sagen? aber jetzt koennte man auf Deutsch...
was meint ihr? =)
Auslaender
07-18-2003, 07:38 PM
Die Verteilung von Geld und Gunst
In Usbekistan ist der Staat ein Kreislauf aus Vetternwirtschaft und Selbstbereicherung / VI. und letzter Teil der FR-Serie über Zentralasien
Von Michael Lüders
Der Akt ist formal: Der usbekische Präsident Islam Karimov ernennt, wie auch seine zentralasiatischen Amtskollegen, sämtliche Minister, Gouverneure, Richter, Staatsanwälte und andere Ämter. Dabei sind diese Posten alle käuflich. Die Korruption durchzieht den Staatsapparat durch alle Stufen der Hierarchie; auch Lehrer, Ärzte oder Polizisten müssen bezahlen, um angestellt zu werden. Da diese Unkosten wieder eingespielt werden müssen und politische Ämter selten länger als zwei Jahre ausgeübt werden, ist jeder versucht, in kürzester Zeit so viel Geld wie nur möglich zu machen. Sei es durch Bestechlichkeit oder den direkten Zugriff auf staatliche Ressourcen. Mit anderen Worten: die Plünderung der Staatskasse.
Diese Strukturen sind überall in Zentralasien verbreitet, doch Karimovs Machtansprüche gehen weiter. Er sieht sich als Präsident auf Lebenszeit, und er sucht die vollständige Kontrolle über die Wirtschaft. Karimov hat seit der Unabhängigkeit 1991 Wirtschaftsreformen und insbesondere Privatisierungen verworfen, ungeachtet wiederholter schwerer Krisen. So kam es wegen Nahrungsmittelknappheit 1992 in Taschkent zu anhaltenden Unruhen, die vom Militär niedergeschlagen wurden. Im April 2001 schloss der Internationale Währungsfond IMF sein Büro in Taschkent, vor allem wegen der Wechselkurs-Manipulationen. Aus diesem Grund hat sich der IMF jahrelang geweigert, Usbekistan Kredite zu gewähren.
Karimov erkannte allerdings die Chance, die sich ihm durch die Anti-Terror-Koalition bot. Seit Oktober 2001 stellt Usbekistan sein Territorium für den militärischen Einsatz in Afghanistan zur Verfügung. Als Gegenleistung überzeugte Washington den IMF, sein Büro in Taschkent wieder zu eröffnen und dem Land einen Kredit über zwei Milliarden Dollar zu gewähren.
Anders als in Kasachstan werden ausländische Investoren in Usbekistan eher geduldet als gefördert. Der wesentliche Grund ist das ausgeprägte Patronage-System, mit dem Karimov die Machtansprüche und Geldforderungen regionaler Clans und Interessengruppen abwehrt. Es ist maßgeblich dieses System, das substanzielle Wirtschaftsreformen verhindert und ausländische Investoren als potenzielle Rivalen sieht, sofern sie nicht ihrerseits Geld oder Gunst verteilen und eigene Loyalitäten schaffen. Während bei den zentralasiatischen Nachbarn der jeweilige Familienclan des Präsidenten die Staatsgeschäfte dominiert, ist die Günstlingswirtschaft in Usbekistan komplexer. Auch deswegen, weil Karimov in einem Waisenhaus aufgewachsen ist und keine Angehörigen zu versorgen hat.
Zu unterscheiden sind horizontale und waagerechte Clan-Strukturen, die beide aus sowjetischen Zeiten stammen und übernommen wurden. Den Einfluss, den früher die Mitglieder des Politbüros hatten, nehmen heute die Staatsberater ein, deren Anzahl leicht variiert und in der Regel bei zehn liegt. Jedem Staatsberater untersteht ein bestimmter Wirtschaftsbereich, etwa der Außenhandel oder das Bankwesen. Mit ihrer Hilfe kontrolliert der Präsidentenapparat faktisch alle Ressourcen des Landes und sichert sich die Unterstützung einflussreicher familiärer oder regionaler Netzwerke, aus denen die Staatsberater in der Regel stammen. Sie bleiben selten länger als zwei Jahre im Amt und werden dann auf andere Posten abgeschoben, damit sie nicht zu viel an Macht gewinnen. Loyalität gegenüber dem Präsidenten ist das alles entscheidende Kriterium, um innerhalb der Hierarchie aufzusteigen.
Im Gegenzug nutzen die Verantwortlichen ihre Führungspositionen, um sich selber zu bereichern und ihre Verwandtschaft zu begünstigen. So sind die Manager in staatlichen Unternehmen häufig Angehörige von Karimovs Kadern: politischer Einfluss und privater Wohlstand ergänzen und bedingen sich. Dies setzt sich fort bis zur untersten Stufe der sozialen Pyramide, das gesamte Staatswesen ist ein geschlossener Kreislauf aus Vetternwirtschaft und Selbstbereicherung. Die endemische Korruption stranguliert naturgemäß die Ökonomie, verhindert Ehrgeiz, Initiative und Professionalität. Wer nicht zur Elite gehört, bleibt ohnehin arm und chancenlos.
Auch die regionalen Clans, gleichermaßen personelle und politische Netzwerke, die horizontale Ebene der Macht, bestanden schon zu sowjetischen Zeiten und waren für Moskau ebenso ein Herrschaftsinstrument wie sie es heute für Karimov sind. Sechs regionale Clans sind für Usbekistan von Bedeutung. Karimov verdankt dem Netzwerk aus Samarkand seine Karriere. Dennoch ist er bemüht, den Einfluss der Regionen zu Gunsten des Staates zu verringern, eine nationale Identität zu schaffen. Bislang ohne Erfolg - es fehlt die Zivilgesellschaft, die das Land stabilisieren könnte. Karimov beteiligt die jeweiligen Clans an seinem Herrschaftssystem, gleichzeitig aber fürchtet er sie. Geraten sie außer Kontrolle, wie in den neunziger Jahren in Tadschikistan, droht auch Usbekistan Krieg und Gewalt.
Usbekistan ist weltweit der drittgrößte Baumwollproduzent und ein wichtiger Exporteur von Gold und Erdgas. "Die Höhe der daraus erzielten Einnahmen ist ein Geheimnis", sagt der Politologe Azizulla Gazijev. "Da sind private Interessen im Spiel. Das Goldgeschäft wird unmittelbar von Karimov kontrolliert. Nur er weiß, wie viel von den Einkünften der Staat erhält und wie viel auf seine Konten fließt." Häufig arbeitet die politische Elite mit Kriminellen zusammen, um ihre Geschäfte abzusichern. Ganze Wirtschaftszweige werden von lokalen Mafia-Banden betrieben, unter der Regie von korrupten Politikern. Das gilt insbesondere für die Baumwollproduktion. Sie steht unter der Kontrolle von Gafur Rahimov, einem Mafiosi, der auch am Drogenschmuggel aus Afghanistan über Zentralasien nach Europa beteiligt sein soll. In den USA besteht gegen ihn ein Haftbefehl wegen betrügerischen Bankrotts. In seiner Firma, Innovatia, arbeiten überwiegend ehemalige KGB-Offiziere. Rahimov hat die Aufgabe, den staatlich festgelegten Einkaufspreis für Baumwolle, der nur einen Bruchteil des Marktwertes beträgt, durchzusetzen. Wo immer eine Baumwoll-Kolchose höhere Einkommen verlangt oder gar Forderungen nach einer Gewerkschaft laut werden, sorgt Rahimovs Truppe für Ruhe und Ordnung. Gleichzeitig verdienen die Bauern, die vom Baumwollanbau leben, so wenig, dass es kaum für das tägliche Brot reicht.
Mangelnde Transparenz ist ein Kennzeichen usbekischer Politik. In der Anti-Terror-Koalition sind 1500 amerikanische Soldaten in Usbekistan stationiert, überwiegend auf der Luftwaffenbasis Khanabad. Hinzu kommen 300 deutsche Soldaten in Termez, an der afghanischen Grenze. Ihre Präsenz wird von offiziellen Stellen in Taschkent nach Möglichkeit verschwiegen oder heruntergespielt. Zu groß ist die Sorge, sie könnte in der Öffentlichkeit auf Ablehnung stoßen oder der Propaganda radikaler Islamisten dienlich sein. Die Amerikaner seien nur "vorübergehend" in Usbekistan stationiert, um in Afghanistan eine "humanitäre Mission" zu erfüllen, erklärt Ravschan Alimov, Direktor des regierungsnahen Instituts für Strategische Studien.
Karimovs Kooperation rechnet sich. Er bezieht amerikanische Wirtschaftshilfe (160 Millionen Dollar für 2002), bekommt Sicherheitsgarantien und hat grünes Licht für seine Ambitionen, Usbekistan die Führungsrolle in Zentralasien zuzuweisen. Realistisch ist dieser Ehrgeiz nicht. Zwar ist Usbekistan mit 25 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Region und somit der wichtigste Binnenmarkt. Aber in wirtschaftlicher Hinsicht hat Usbekistan den Wettlauf mit Kasachstan spätestens Ende der neunziger Jahre verloren - seither sind die Wachstumszahlen stark rückläufig. Lag das Bruttoinlandsprodukt 1999 bei 701 Dollar pro Kopf, so wird es für 2003 nur noch auf 228 Dollar geschätzt.
Überdies besteht eine große Kluft zwischen den Großmachtfantasien Karimovs und der Fragilität des politischen Systems in Usbekistan. Sollte Karimov als Mittler der Clans ausfallen - der 1938 Geborene ist schwer herzkrank -, Mechanismus, der die Nachfolge friedlich regeln könnte. Die Gefahr eines Bürgerkrieges oder anhaltender innenpolitischer Gewalt ist daher in Usbekistan nicht zu unterschätzen. Sollten sich radikale Islamisten im Fergana-Tal mit regionalen Clans verbünden, steht ihnen der Weg zur Macht offen.
Auslaender
07-18-2003, 07:40 PM
Tee trinken in Taschkent
Usbekistan - ein totalitär regiertes Land mit "Kult"-Geschichte und gespaltenem Verhältnis zum Islam / Teil V der FR-Serie über Zentralasien
Von Michael Lüders
Taschkent ist eine Stadt ohne Gesicht, ohne klare Linien und Konturen. Es fehlt die Atmosphäre, der Charakter, eine bestimmende Identität. Weite Teile der Neustadt erinnern an ein sowjetisches Disneyland. Endlose Reihen von Plattenbauten säumen breite Alleen, auf überdimensionalen, begrünten Plätzen und Rondellen erzeugen Springbrunnen gewaltige Wasserspiele und Fontänen.
Nach der Zerstörung Taschkents durch ein Erdbeben im Jahr 1966 wurde die usbekische Hauptstadt im Stil des sozialistischen Realismus wiederaufgebaut, architektonisch ein nicht minder schweres Desaster. Bis zum Erdbeben sah es überall so aus wie in der teilweise unversehrt gebliebenen Altstadt: flache Lehmhäuser mit großen Innenhöfen, eine schmucklose Fassade zur Straße hin.
Die jeweiligen Stadtteile sind unterteilt in nachbarschaftliche Bezirke, Mahallas genannt, in denen starke soziale Kontrolle herrscht. In der Altstadt tragen die Frauen Kopftuch und traditionelle Gewänder, bodenlang und sehr farbenfroh. Männer, ausschließlich Männer, treffen sich in den Tschai-Khanes, den Teestuben - ein Mikrokosmos der Gesellschaft, geprägt von ungeschriebenen Gesetzen der Gastfreundschaft und des Respekts gegenüber den Älteren. Der ausländische Besucher ist König und wird bestürmt von Fragen wie: "Das usbekische Volk liebt das deutsche Volk. Was denkt das deutsche Volk über das usbekische?" J
Die Runde sitzt im Schneidersitz auf einem Brettergerüst mit erhöht eingelassenem Tisch; Tschai-Khanes sind zumeist lauschige Plätze, gerne an einem Fluss gelegen, eher Restaurant als Teestube, und sehr schnell werden dem Gast die Grenzen offenbar. Ein offener Meinungsaustausch wird nach Möglichkeit vermieden, Politik ist tabu. Fragen nach Präsident Islam Karimov oder den Problemen des Landes werden höflich, aber bestimmt von der Liebe des usbekischen Volkes erdrückt.
Repression gehört überall in Zentralasien zum Rüstzeug der Regime. Doch nirgendwo ist der Polizeistaat so spürbar wie in Usbekistan, neben Turkmenistan das totalitärste Land der Region. Bis in die Mahallas hinein wachen die Geheim- und Sicherheitsdienste über die Ansichten und Lebensformen der Bewohner, wie vormals die Stasi in der DDR. Nach Mitternacht sind die Straßen der Drei-Millionen-Stadt Taschkent wie leergefegt, abgesehen von den allgegenwärtigen Polizeifahrzeugen und Sicherheitskräften.
Nicht allein in den Tschai-Khanes und in der Altstadt sind traditionelle Werte, Sitten und Gebräuche sehr lebendig. Sie spielen in der Alltagskultur insgesamt eine große Rolle, wobei sie gewissermaßen in einer säkularisierten Form auftreten. Gastfreundschaft und Höflichkeitsrituale werden etwa in der arabischen Welt allgemein dem Islam zugeschrieben. Hier zu Lande überwiegt die Formel vom "usbekischen Volk": Die Nation steht über der Religion, im Zweifel verschmelzen beide und werden eins. Was aber heißt usbekisch?
In den zentralasiatischen Staaten dient die eigene Geschichte und Mythologie wesentlich der Legitimation des jeweils dominanten Staatsvolkes. Die Geschichte der Usbeken, ursprünglich ein nomadisierendes Turkvolk, ist allerdings nicht unproblematisch. Durch ihren Einfall in Transoxanien, dem das heutige Usbekistan in großen Teilen entspricht, zerstörten die Usbeken im 15. und 16. Jahrhundert die Traditionen der sesshaften persischen Völker in den Oasengebieten.
Die Folge war kultureller wie wirtschaftlicher Niedergang. Allein die Tadschiken konnten sich in den islamischen Zentren Buchara und Samarkand behaupten, ethnische Perser, die aber nicht Schiiten sind wie im Iran, sondern Sunniten. Die Tadschiken haben die Geschichte des Islams in Zentralasien maßgeblich geprägt, weniger die Usbeken. Nach der Unabhängigkeit 1991 stellte sich für Präsident Karimov die Frage, wie eine moderne usbekische Identität zu begründen, der Nationalstaat und mit ihm die eigene Herrschaft zu legitimieren seien - Karimov unternahm zweierlei: Zum einen "usbekisierte" er die Geschichte Timurs und der Timuriden. Timur-Leng (auch Tamerlan genannt, 1336-1405) wurde unweit von Samarkand geboren und errichtete in mehreren Feldzügen durch Asien und Europa ein Reich, das vom Ganges bis zum Mittelmeer reichte. 1370 wurde er zum Emir Transoxaniens ausgerufen.
Die Herrschaft seiner Nachfahren, der Timuriden, wurde 1506 durch das Vordringen der Usbeken beendet. Timur war nach Dschingis Khan der mächtigste (und grausamste) Herrscher Zentralasiens aller Zeiten. Es dürfte kein Zufall sein, dass Karimov Timur zum Ahnherren Usbekistans machte. Wider die Geschichte, denn Timur war kein Usbeke, sondern Mongole. Überdies wurde die Hochkultur der Timuriden, die Blüte islamischer Herrschaft und Kunst in Buchara und Samarkand, von den usbekischen Eroberern zerstört. Aber Timur steht für Macht und Größe, und Karimov sieht sich als dessen legitimer Erbe. Er beansprucht eine usbekische Führungsrolle in Zentralasien, gegen den wirtschaftlich stärkeren Nachbarn Kasachstan, und er behandelt die kleinen Staaten Kirgistan und Tadschikistan mit ihren starken usbekischen Minderheiten wie Vasallen. Timur ist Kult in Usbekistan, und Karimov meint sich, wenn er Timur inszeniert.
Im Zentrum des modernen Taschkent, dort, wo früher eine Lenin-Statue den Weg wies, an einem Platz, vom dem sternförmig mehrere Hauptstraßen ausgehen, erhebt sich ein großes Denkmal von Emir Timur, gebieterisch zu Pferde sitzend. Schräg gegenüber befindet sich das Emir-Timur-Museum, ein postmoderner Kuppelbau, 1996 eröffnet und ein wichtiger Baustein der staatlichen Timur-Verehrung. Zum anderen instrumentalisierte Karimov den Islam. 1991, als der vormalige Erste Sekretär der Kommunistischen Partei Usbekistans als Präsident Usbekistans vereidigt wurde, hielt er Koran in der einen, Verfassung in der anderen Hand. Im Jahr pilgerte er nach Mekka und empfahl sich der islamischen Welt wie der eigenen Bevölkerung als guter Muslim und gläubiger Führer. Die häufig verfallenen Moscheen, Madrasas und sakralen Prachtbauten aus dem Spätmittelalter wurden aufwendig restauriert, vor allem in Buchara und Samarkand. "Präsident Karimov will mit seinem Engagement in religiösen Fragen den Islam säkularisieren, damit keine fundamentalistischen Strömungen entstehen", betont Zochidulla Munavvarov, ehemals Präsidentenberater. "Religion bedeutet die geistig-moralische Erziehung des Menschen und ist Teil der nationalen Identität Usbekistans."
Ungeachtet des staatlichen Kultes mit politischen, kulturellen und religiösen Symbolen aus den Glanzperioden zentralasiatischer Geschichte und ihrer hemmungslosen "Usbekisierung" hat die Regierung in Taschkent ein gespaltenes Verhältnis zum Islam. Im Wesentlichen hat sie die sowjetische Praxis fortgeführt, islamischen Organisationen und Aktivitäten möglichst neutrale Betätigungsfelder zuzuweisen, mit wenig gesellschaftlichem Gewicht. Alles, was mit Religion zu tun hat, wird genauestens kontrolliert, nicht zuletzt mit Hilfe des Muftiyats.
Obwohl Staat und Religion laut Verfassung getrennt sind, ernannte Karimov persönlich einen Gefolgsmann zum Mufti, Abdurashid Qori Bachromov. Der ranghöchste orthodoxe Würdenträger erläutert unverblümt sein Mandat: "Das Muftiyat kontrolliert alle 2000 Moscheen im Land, im Rahmen des neuen Gesetzes über Glaubensfreiheit. Um sicherzustellen, das alles mit rechten Dingen zugeht." Früher, so Qori Bachromov, der äußerlich dem früheren iranischen Präsidenten Rafsandschani ähnelt, konnten die Imame "predigen, was sie wollten. Aber seit fünf Jahren legt das Muftiyat die Inhalte der Freitagspredigt fest. Sie werden hier ausgearbeitet und sind landesweit verbindlich." Gepredigt werden etwa "die Liebe zur Heimat und das Gebot, die Eltern zu achten und zu respektieren. Wir legen größten Wert darauf, die Jugend anzusprechen und aufzuklären. Nur so können wir verhindern, dass sich junge Menschen radikalen Strömungen zuwenden." Was zu bezweifeln ist. Die Ursachen des radikalen Islams in Usbekistan liegen tiefer und ergeben sich, wie in den Nachbarländern, aus der Wechselwirkung von politischer Repression, Identitätssuche und wirtschaftlichem Niedergang. Kaum war Usbekistan unabhängig, sicherte sich Islam Karimov die Alleinherrschaft. Regierungskritische Parteien, Medien und religiöse Führer wurden systematisch ausgeschaltet und kriminalisiert. Bis Mitte 1993 hatte Karimov die säkulare Opposition zerschlagen und sich einen Machtapparat geschaffen, der die autoritären Strukturen der Sowjetzeit nahtlos fortsetzte.
Auf religiöser Ebene erhielt der "inoffizielle" Islam starken Zulauf. Viele Muslime, die eine staatliche Kontrolle ihres Glaubens ablehnten, wandten sich unabhängigen Imamen zu. Das Muftiyat gilt in der Bevölkerung als Sprachrohr des Regimes und genießt wenig Ansehen. Zunehmend kam es zu Spannungen zwischen einfachen Gläubigen und ihren lokalen Imamen sowie der offiziellen islamischen Hierarchie, die eng mit den Sicherheitsdiensten zusammenarbeitet. Im Fergana-Tal bildeten sich islamische Gruppen und Parteien, die bereits 1992 zerschlagen wurden. Zahlreiche Mitglieder und Kader flohen nach Afghanistan und in den Iran. Bis heute geht der Machtapparat Karimovs dort mit Entschlossenheit und Brutalität gegen inoffizielle islamische Organisationen und regierungskritische Imame vor.
Generell werden islamische Strömungen und Bewegungen, die den Regierungen Zentralasiens nicht genehm sind, wie schon zu sowjetischen Zeiten als "wahhabitisch" bezeichnet - unabhängig davon, ob sie tatsächlich Anhänger des Wahhabismus sind, einer erzkonservativen, pietistischen Strömung innerhalb des Islams, die in Saudi-Arabien Staatsreligion ist. Präsident Karimov erklärte im Mai 1998 vor dem Parlament: "Diesen Leuten (den Wahhabiten) sollte man in den Kopf schießen, und wenn nötig mache ich das selbst." Tatsächlich haben wahhabitische Propagandisten aus Saudi-Arabien nur zu Beginn der neunziger Jahre und sehr begrenzt Einfluss gewinnen können, vor allem im Fergana-Tal. Viel "massenwirksamer" als das saudische Modell war im öffentlichen Bewusstsein die iranische Revolution, die den Muslimen Zentralasiens in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft vor Augen führte, dass Religion eine politische Waffe sein kann.
Der Autor
Michael Lüders ist Politikberater der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (www.fes.de).
Die anhaltende Repression bewirkte genau das Gegenteil: Der "inoffizielle" Islam wurde nicht zerschlagen, sondern gestärkt - und immer radikaler. Neue Gruppen entstanden und erhielten Zulauf auch von Gläubigen, die zunächst unpolitisch waren, aber ein Ventil für ihre Unzufriedenheit und wirtschaftliche Misere suchten. Im Februar 1999 wurde in Taschkent ein Anschlag auf Präsident Karimov verübt, für den die Regierung radikale Islamisten verantwortlich machte.
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Michael Lüders ist Politikberater der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (www.fes.de).
karekeng
07-18-2003, 07:43 PM
duu..wo hast du alles her????
biste auch ein Usbeke oder doch Deutsche :?:
:?
adiba
07-18-2003, 10:58 PM
Ehhe, Auslaender, gibt's etwas noch 'ne "laengeres" :o ? Qarasam tez o'qib quyibman, "tugab qoldi" zitat :P
karekeng fc613ad4
Auslaender fc613ad4
Slish karakalpak sam ssoboy razgovarivaesh ? :rolleyes:
karekeng
07-19-2003, 02:34 AM
karekeng fc613ad4
Auslaender fc613ad4
Slish karakalpak sam ssoboy razgovarivaesh ? :rolleyes:
=)))))))))) blin, prosto eto ya hotel zashifrovat'sya, chtoby ne dumali, chto stat'ya moya.
ya lyublyu stranu, UZB kelajagi buyuk davlat :rolleyes:
a stat#yu ya sluchaynov Inete nashel, proshu ne rasprostranyat' :oops:
karekeng
07-19-2003, 03:06 PM
wisst ihr was...ich glaub net dass Agressor in Deutschland ist. Was meint ihr? =)
ich galub' der ist in Usbekistan...
also....hier koennen wir auf Deutsch was schreiben...
Amazone
07-22-2003, 07:00 AM
habt ihr was ueber UZB zu sagen? aber jetzt koennte man auf Deutsch...
was meint ihr? =)
Es gibt vieles verschiedenes ueber Usbekistan zu sagen,aber was bringt das alles? Und muss das auf Deutsch sein? egal wieviel du da redest Problemen bleiben wie immer ungeloest :evil: ,"yumshoqroq" qilib aytadigan bosam:Scheisse bleibt Scheisse!
Aber es freut mich dass es sowelche Leute wie karekeng gibt,die mindestens sagen:
ya lyublyu stranu, UZB kelajagi buyuk davlat
Albatta kelajagi buyuk davlat! Aber was kannst Du fuer Dein Heimarland machen? Nur reden oder auch was tun?
hurmatlarim
karekeng
07-22-2003, 09:59 AM
habt ihr was ueber UZB zu sagen? aber jetzt koennte man auf Deutsch...
was meint ihr? =)
Es gibt vieles verschiedenes ueber Usbekistan zu sagen,aber was bringt das alles? Und muss das auf Deutsch sein? egal wieviel du da redest Problemen bleiben wie immer ungeloest :evil: ,"yumshoqroq" qilib aytadigan bosam:Scheisse bleibt Scheisse!
Aber es freut mich dass es sowelche Leute wie karekeng gibt,die mindestens sagen:
ya lyublyu stranu, UZB kelajagi buyuk davlat
Albatta kelajagi buyuk davlat! Aber was kannst Du fuer Dein Heimarland machen? Nur reden oder auch was tun?
hurmatlarim
wo hast du gesehen dass man in einem Forum irgendwelche Probleme loest?
und wo hab' ich gesagt dass ich Probleme loesen will?
Im Forum wird vor allem Meinungsaustausch stattgefunden. Und redet derjenige, der eine Meinung hat oder derjenige der Info zu mittelien hat... und was hast Du denn? oder sag mal, was genau du SCHeisse findest? was genau bleibt scheisse egal ob du darueber redest?
anscheissen kann jeder, aber korrekt eigene Meinenung aeussern koennen nicht alle =) verstehst? Du fragst warum auf Deutsch...aber warum dann nur auf Englisch?
ok lass es ich hab auch jetzt kein bock hier mit euch...bla bla bla, besser lernen, bald klausuren, hast Du auch was? viel glueck dann
PS wollte nur fragen in welcher stadt du bist. und ob du jemanden kennst der aus KK kommt? =)
Amazone
07-24-2003, 02:30 AM
ok lass es ich hab auch jetzt kein bock hier mit euch...bla bla bla, besser lernen,
genau! ich hab' auch keine Lust dazu,u.wenn ich auch haette cho'zilib ketadi rezinka bo'p :D
PS wollte nur fragen in welcher stadt du bist. und ob du jemanden kennst der aus KK kommt? =)
bor bittasi,hoz privatga yozvoraman ;)
karekeng
07-24-2003, 03:29 AM
ok lass es ich hab auch jetzt kein bock hier mit euch...bla bla bla, besser lernen,
genau! ich hab' auch keine dazu,u.wenn ich auch haette cho'zilib ketadi rezinka bo'p :D
PS wollte nur fragen in welcher stadt du bist. und ob du jemanden kennst der aus KK kommt? =)
bor bittasi,hoz privatga yozvoraman ;)
habe dir 'ne Antwort geschrieben, warte jetzt auf deine. bedanke mich bei dir fuer die Info im voraus. ist coool, echt
in Erwartung,
karakalpak
Asadbek
07-24-2003, 05:00 PM
:-)
Ihr seid ja cool :-)
Karekeng, wie geht's dir, wie laufen deine Pruefungen?
Ich wollte dich um etwas bitten. Es gibt ein schoenes Lied in Karakalpakisch, "Jaslig'im", etwa so:
"Qaylarda qalding sen, jaslig'im,
....."
Kennst du dieses Lied? wenn ja, koenntest du mir bitte den Text schreiben. Es waere sehr nett. Ich kenne bloss die Melodie noch. In Taschkent hatten die Kommilitonen aus Karakalpakstan bei den Partys immer dieses Lied fuer uns gesungen.
Bis in den naechsten!
karekeng
07-25-2003, 12:49 AM
:-)
Ihr seid ja cool :-)
Karekeng, wie geht's dir, wie laufen deine Pruefungen?
Ich wollte dich um etwas bitten. Es gibt ein schoenes Lied in Karakalpakisch, "Jaslig'im", etwa so:
"Qaylarda qalding sen, jaslig'im,
....."
Kennst du dieses Lied? wenn ja, koenntest du mir bitte den Text schreiben. Es waere sehr nett. Ich kenne bloss die Melodie noch. In Taschkent hatten die Kommilitonen aus Karakalpakstan bei den Partys immer dieses Lied fuer uns gesungen.
Bis in den naechsten!
Asadbek', lange von dir nix mehr gehoert, alles ok bei dir? mir geht's beschissen und viel stressig wegen Klausuren so =)
was das Lied angeht, das du grad suchst, hab' davon keine Ahnung, weder den Taxt noch die Molodie ...alles vergessen =( Aber es kommt mir bekannt vor, hab' gehoert, aber wie gesagt, vergessen....
Im Internet konnte man frueher ein paar Lied auf Karakalpakisch herunterladen, jetzt kann ich sie selber nicht finden. Die Seite ist weg geloescht, glaub' ich. Heee, grad eine Frage eingefallen, sag mal, kannst du Karakalpakisch?????????
Ok, viel Spass in Ferien so
bleiben wir im Kontakt =)
karekeng
Asadbek
07-25-2003, 11:32 AM
Hi Karekeng,
ich denke, ich kann kein karakalpakisch sprechen.
Ich habe meine Pruefungen hinter mir. Bin sehr erleichtert :-)) So wuensche ich dir viel Erfolg bei deinen klausuren.
Die Clips sind online.
mach's gut!
Rector
07-25-2003, 09:48 PM
Эй, дустим, дустим, бу екка келинг. Анави элчи нима деяпти?
У-бу нарса десангчи, элчи бечора куйилиб гапиряпти.
Гитлер Капут! :D
Ich glaube, er hat gute Quellen!!! Was ein bisschen Unwahrheit angeht, das ist selbstvertst?ndlich (besser Mangel an Informationsquelle). Oder ist das eine ?bersetzung aus der Sprache des Haupthelden des Artikels?
Wollt ihr nichts dazu hinf?gen?
Viel Spass!!!
Bezpredel
10-30-2003, 06:19 AM
Grüss euch KANAKEN!!
freue mich, dass es viele Usbeken in Deutschland gibt.
cool nie?!
Über Uzb haben wir vieles zu sagen.
quatsch
10-30-2003, 07:15 AM
Bezpredel: 044cf72e, zum Beispiel was hast du zu sagen?
Ptichka-Pevchaya
11-10-2003, 10:23 AM
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Montag, 26. Mai 2003, Nr.121
Stillstand im Land der alten Seidenstra?e
Zentralasiens bev?lkerungsreichster Staat braucht mehr Mut zu Reformen / Von Christian Schubert
Zentralasien ist ein Nachz?gler der psotsovietischen ?ra. Gut ein Jahrzehnt nach ihrer Unabh?ngigkeit melden die f?nf L?nder der Region gemischte Ergebnisse. Am weitesten vorangekommen ist Kasachstan mit einigen beherzten Reformschritten. Entt?uscht dagegen hat Usbekistan, das aus seinem Potential bisher zuwenig macht. Seit dem Krieg im angrenzenden Afghanistan kommt dem Land sehr Aufmerksamkeit zu, denn es unterst?tzt die Amerikaner im Kampf gegen extreme Islamisten. Die Transformation der usbekischen Wirtschaft hin zu einem marktwirtschaftlichen System kommt aber nur schleppend voran. Die internationalen Organisationen wie die Osteuropabank und der Internationale W?hrungsfonds sind unzufrieden und dr?ngen auf weiter reichende Ver?nderungen.
Buchara, im Mai
Die sozialistischen Parolen sind verschwunden, daf?r weist nun Usbekistans Pr?sident Islam Karimov den Weg. Zwischen den Fabrikhallen im TextilunternehmenBucharatex ruft er auf gro?en Spruchtafeln zu harter Arbeit auf und verspricht eine Zunahme der Arbeitspl?tze. ?berall an den W?nden erinnert auch Karimovs Portr?t daran, wer die Besch?ftigten in die Zukunft f?hrt, selbst im Arbeitszimmer von Generaldirektor Shukrullo Davirov. Der Konzernchef sitzt am Ende einen langen Konferenztisches, an dem wei?e ?berz?ge zwanzig BN?rost?hle vor Staubfang sch?tzen, und liest in einer Lokalzeitung. Voller Unverst?ndnis tr?gt er vor, da? die Europ?ische Bank f?r Wiederaufbau und Entqicklung (EBRD) nur kleinen Unternehmen Geld leihen will. "Ich verstehe das nicht. Uns fehlen die Mittelzum Investieren, doch wir bekommen keinen Kredit. Wenn wir nicht investieren, gehen wir irgenwann kaputt", klagt er.
Der Investitionsbedarf ist in seiner Fabrik mit H?nden zu greifen-und in der Nase zu riechen. In schlecht durchl?fteten und kaum beleuchteten R?umen rattern vor allem alte russische Textilmaschinen. Nur zwanzig Prozent der technischen Ausstattung stammen aus Europa. "Wir h?tten gerne 100 Prozent europ?ische Maschinen", sagt Davirov. In manchen Hallen rosten die Maschinen still vor sich hin, in anderen werden sie abgebaut und zu Schrott gemacht. Dies verst?rkt noch den Eindruck der Leere in den fu?ballplatzgro?en R?umen. In der Endphase der Sowjetherrschaft hatte Bucharatex noch 16 000 Mitarbeiter. Heute sind es halb so viele.
Erheblicher Staatseinflu?
Die Textilfirma weist viele Kennzeichen auf, die auch die Misere der ganzen Volkswirtschaft beschreiben. Das Unternehmen wurde zwar einem Proze? unterzogen, den die Regierung "Privatisierung" nennt, so da? heute nur 22 Prozent des Aktienkapitals dem Staat geh?ren. 27 prozent sind f?r Ausl?nder "reserviert", wie Davirov erkl?rt, doch bisher wollte niemand einsteigen. 10 Prozent geh?renden Besch?ftigten und 54 Prozent anderen usbekischen Unternehmen. Wie freiwillig die Wirtschaft ihre Anteile ?bernommen hat, ist freilich fragw?rdig. H?ufig halten sogenannte Industrieassoziationen die Unternehmensbeteiligungen, ?ber die der Staat noch erheblichen Einflu? aus?bt, berichtete die EBRD in einer Untersuchung im M?rz dieses Jahres.
Usbekistan ist mit 25 Millionen Menschen der bev?lkerungsreichste Staat Zentralasiens; reich ist das Land auch an Rohstoffen wie Gold, Kupfer, Baumwolle und Erdgas und Erd?l. Dennoch geh?rt es zu den ?rmsten L?ndern der ehemaligen Sowjetunion. Niemand hungert zwar, und ide meisten Menschen haben ein Dach ?ber dem Kopf, doch viel weiter ist die Nation vor allem au?erhalb der St?dte nicht. Der durchschnittliche Lohn eines Arbeiters liegt bei 30 bis 40 Dollar im Monat-rund ein Drittel vom Wert des n?rdlichen Nachbarn Kasachstan. Kein Land der ehemaligen Sowjet5unionhat nach Angaben der EBRD so wenige Auslandinvestoren angezogen. Aus Deutschland sind 60 Repr?zentanzen registriert, etwa die H?lfte des Niveaus von Kasachstan, und darunter keine einzige produzierende Tochtergesellschaft des verarbeitenden Gewerbes, berichtet J?rg Hetsch, Vertreter der Deutschen Wirtschaft (DIHK) in Usbekistan.
Nach den Gr?nden f?r die internationale Zur?ckhaltung mu? man nicht lange suchen: Eine weitgehend fehlgeleitete Wirtschaftspolitiknimmt dem Land die Attraktivit?t. "Die Regierung bem?ht sich, doch alles passiert in viel kleinen und langsamen Schritten", sagt Wirtschaftsexperte Hetsch. Besonders in der W?hrungspolitik kommt dies zum Ausdruck. Es gibt neben dem Schwarzmarktkurs f?r die einheimische W?hrung auch einen staatlich manipulierten Kurs. Die Differenz ist in jungerer Vergangenheit zwar stark geschrumpft. Doch solange es keinen einheitlichen marktbestimmten Kurs gibt, wollen sich internationale Organisationen wie der Internationale W?hrungsfonds und die EBRD nicht im gr??erem Stil engagieren. Zudem ist die einheimische W?hrung nicht vollst?ndig konvertierbar. Ausl?ndische Investoren, die in Usbekistan verkaufen wollen, k?nnen ihre Erl?se nur in begrenztem Ma?e in harte W?hrung umtauschen. Daher haben mehrere gro?e internationale Konsumg?terhersteller entschieden, ihre Produktion woanders aufzubauen, etwa im kasachischen Almaty, berichtet die amerikanische Handelskammer in Taschkent. (die Fortsetzung folgt)
Fliehende Händler
Wie ungeschickt dei Regierung agiert, macht sich an den Folgen ihrer Währungspolitik fest. Um die Nachfrage nach Devisen zu bremsen, hat die Regierung zahlreichen fliegenden Händlern, die billige Wahren aus Kasachstan, den Vereinigten Emiraten,Thailand, China und der Tuerkeiins Land gebracht haben, mit hohen Abgaben und Steuern das Leben schwergemacht.
Daraufhin verließen viele von ihnen den großen Markt der Hauptstadt Taschkent und wanderten ueber dei nahe gelegene Grenze nach Kasachstan ab. Die usbekischen Kunden folgten ihnen freilich, bis die Refierung wiederum einschritt und kurzerhand die Grenze schloß. Dabei wuerde sich engere Zusammenarbeit zwischen den ehemals sowjetischen Staaten Zentralasiens geradezu aufdraengen. Aus Kirgisien und Tadschikistan etwa kommen die beiden großen Stroeme Syrdarya und Amudarya, deren Wasser Usbekistan fuer seine große Baumwollproduktion braucht. Usbekistan und Kasachstan versorgt dies beiden Laender dagegen mit Brennstoff und Elektrizitaet, denn in den Wintermonaten erzeugen sie nicht genuegend Energie. Weil auch die Grenze nach Tadschikistan geschlossen ist, muessen die usbekischen Haendler vom reichbevoelkerten Fergana-Tal nun einen großen Umweg machen, um ins Zentrum ihres Landes zu gelangen. Usbekistan verfuegt ueber eine vergleichsweise gute Infrastruktur und koenne daher zu einer Handelsdrehscheibe aufsteigen. Doch bisher nutzt das Land diese Chance nicht, wie auch seine Nachbarn die Gelegenheit der Annaehrung verstreichen lassen. Bei der Umweltkatastrophe des Aralsees, der wegen landwirtschaftlicher Ueberduengung und Wasserumleitungen austrocknet, ist die letzte Chance einer vernuenftigen Zusammenarbeit vielleicht schon verspielt. Vor allem mit den Grenzschliessungen schneidet sich Usbekistanins eingene Fleisch. Das Land ist doppelt von jedem Seeweg abgeschnitten. In alle Richtungen muessen mindestens zwei Laender bis zum Meer durchquert werden. Zudem idt Rußland weiterhin witerhin ein bedeutender Markt, so dass gute beziehungen zu Kasachstan als Transferland dringend noetig waeren. Doch man beaeugt sich misstrauisch. Die EBRD musste es auf ihrer kuerzlich in Taschkent abgehatenen Jahrestagung schon als Erfolg verbuchen. dass sie vier zentralasiatische Staatsoberhaeupter zum Mittagessen an einen Tisch bekam.
Auch die Privatisierung kommt in Usbekistan nur schleppend voran. Private Unternehmen erwirtscjhaften nach Angaben der EBRD nur rund 45 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, und dabei ahndelt es sich vor allem um kleine Betriebe. Weniger als die Haelfte der großen Konzerne befindet sich mehrheitlich in privatem Besitz, und auch dort haelt der Staat - so wie im Fallvon Buxaratex- haeufig noch eine Kontrollminderheit. Die Regierung hat Reformen versprochen. So sollen alle Staatsanteile von weniger als 25 Prozent bis 2004 verkauft werden, und der staatliche Einfluss auf Managemententscheidungen werde zurückgedraengt. Doch bisher warten die internationalen Finanzorganisationen vergeblich auf die Umsetzung.
(f.f)
Die Fortsetzung
Große Armut auf dem Land
In der Landwirtschaft regiert der Saat ebenfalls mit grober Hand. Ein Großteil der Agrarproduktion findet noch in Kollektiven statt. Dies hat Usbekistan zwar ermöglicht, die Produktion, verglichen mit seinen Nachbarlaendern, auf hohem Niveau zu halten. Es erleichterte auch die die angestrebte Diversifizierung hin zu staerkerer Weizenproduktion und weg vom dominierenden Baumwollanbau, wo das Land der zweitgroeßte Exporteur der Welt ist. Dennoch halten sich die Anreize zu Effizifizienz steigerungen in Grenzen, denn die Kollektive haengen vom Staat als Abneher und als Ausruester ab. Dabei ist die Regierung ein schlkechter Kunde, denn sie nimmt die Baumwoll- und Weizenproduktion unter Weltmarktpreisen ab. Der Abnahmepreis ist kuerzlich zwar auf 70 Prozent des Weltmarktniveaus angehoben worden, und seit vergangenem Jahr darf die Haelfte der Baumwoll- und Getreideproduktion auf freien Auktionen verkauft werden. Doch dies brachte keinen durchgreifenden Wandel. Der Lebensstandard auf dem Land ist sichtbar geringer als in den Ballungsraeumen: Waehrend in der Stadt alte Ladas und Wolgas sowie neuere Daewoos das Strassenbild praegt, sind auf dem Land oft noch Fahrrad und Eseldie einzigen Fortbewegungsmittel. Notduerftig geflickte Wellblechdaecher bedecken einfache Backsteinmauern, geteerte Strassen sind selten, und wer kann, sucht sich neben der Landwirtschaft ein Extraeinkommn, etwa durch den Verkauf von Getraenken an den großen Ausfallstrassen.
Nicht ueberall gibt es Schatten. Die usbekische Regierung hat in den letzten Jahren mehr finanzpolitische Disziplin gezeigt, so dass das Hauhaltsdefizit im Finanzjahr 2001/2002 nach Angaben der EBRD auf rund 3 Prozent des Bruttoloinlandsproduktesfiel. Die hohen Auslandsschulden, die waehrend der zweiten Haelfte der neunziger Jahre angefallen waren, sind zu einem großen Teil getilgt. Allerdings sind manche Erfolge zweifelhaften Maßnahmen zu verdanken. Die oeffentliche Hand hat ihre Investitionen trotz großer Infrastrukturschwaechen verringert, um den Hauhalt zu entlasten. So fließen jetzt, relativ gesehen, noch mehr Gelder an die Beschaeftigten eines ineffizienten oeffentlichen Dienstes. In der Leistungsbilanz uebersteigen die Exporte inzwischen die Importe, allerdings nur, weil die Regierung die Einfuhren behindert.
Den internationalen Organisationen reichen die kleinen Fortschritte bisher nicht: Die IWF verweigert die Rueckkehr, und die EBRD will in den naechsten zwoelf Monaten pruefen, ob sie ihr Engagement in Usbekistan erweitert oder zurueckfaehrt. Zu den Bedingungen gehoeren nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Reformen, etwa Medienfreiheit, die Genehmigung von oppositionellen Gruppen und die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen in der Bekaempfung der "systematischen Folter" religioeser und politischer Gegner, dei ein IN-Berichterstatter nach einem Besuch des Landes im vergangenen Jahr festgestellt hat. Denn Politik und Wirtschaft gehen in Usbekistan immer noch Hand in Hand. An der alten Seidenstrasse stehen dafuer nicht zuletzt die Praesidentenparolen in der Textilfabrik Bucharatex.
Ufffff, das waere es!!! :) Sagt ihr nur bitte nicht, der Artikel sei nicht aktuell!!!
Stimmt das Datum ist nicht neu, aber es waere erfreulich zu hoeren, dass es seitdem jeweils Aenderungen (Entwicklung in der Wirtschaft oder Veraenderungen in der Politik) auf dem Land gibt.
Fuer jede Meinung waere ich dankbar!
Viel Erfolg und viel Spass!!!
nachbar
11-12-2003, 05:00 AM
Guest: b0747b6a, danke für den Artileks. Wo hast du sie alle?
Guest: b0747b6a, danke für den Artileks. Wo hast du sie alle?
Nichts zu danken! Schau mal nach oben, mein Nachbar, den Anfang des Artikels. ("Ptichka-Pevchaya", weiter habe ich vergessen Nikname zu schreiben. Es tut mir Leid). Da findest Du die Quelle.
Viel Spass!!!
Asadbek
11-14-2003, 01:51 AM
Hallo,
gibt es hier jemanden, der BWL oder VWL in Deutschland studiert?
Ich würde mich freuen, wenn einer/eine sich meldet.
Danke!
karekeng_off
11-14-2003, 08:37 AM
nöö, Asandbek, man Sprachwissenschaft oqiman.
Karakalpakisch
Russisch
Kasachisch
Usbekisch (nicht lachen!)
Deutsch
Englisch
Arabisch
Türkisch
Spanisch
Chinesisch
diesen Sprachen behersche ich...
was studierst du selbst, Asadbek??
Ptichka-Pevchaya
11-25-2003, 05:06 AM
karekeng_off: 3af6d5f3,
Vau karekeng_off, bist Du ernst? So viel Sprachen!!! Woher hast Du Platz für das alles in Deinem Kopf? :) Ich mache ja Spass. Super!!! Ich bin neidisch :).
Geteilte Freude doppelte Freude,
Geteilte Trauer halbe Trauer -
Stimmt ihr zu oder lehnt ihr ab?
Viel Erfolg und viel Spass!!!
Asadbek
11-25-2003, 06:06 AM
Ptichka-Pevchaya,
Du hast voelligf recht mir deine Aussage ueber Freude und Trauer.
Karekeng,
ich studiere MedienManagement. Halbes Dutzend Sprachen beherrsche ich auch, mindestens im Kommunikationsniveau :-)
Amazone
11-25-2003, 06:28 AM
Salom hammaga
Spass Spass bilanu,lekin...khe...sila qiziq ekansilaru,vot man har bir tilda hol-ahvol sorab "A" bilan "B" ni farqlay olsam bo'ldikanda a?
bironta tilda fikrimmi va hislarimni qiyinchiliksiz yetqazib bera olsamgina uni perfect bilgan bolaman.(A odamlarda birhilgi payt o'z ona tilida tormozit qilib qolishadi)...meiner Meinung nach da :)
mukammal bilgan bolaman demokchisiz da a?
Asadbek
11-25-2003, 09:17 AM
Salom hammaga
Spass Spass bilanu,lekin...khe...sila qiziq ekansilaru,vot man har bir tilda hol-ahvol sorab "A" bilan "B" ni farqlay olsam bo'ldikanda a?
bironta tilda fikrimmi va hislarimni qiyinchiliksiz yetqazib bera olsamgina uni perfect bilgan bolaman.(A odamlarda birhilgi payt o'z ona tilida tormozit qilib qolishadi)...meiner Meinung nach da :)
Hurmatli O'zbek qizi,
nechta tilda fikriz va hislarizni qiyinchiliklarsiz yetqazib bera olasiz? :-)
qiziqib qoldik endi
P.S: Mana siz tilshunossiz. Boshlang'ich kommunikaciya uchun biror chet tilidan 500 so'z bilishingiz kifoya. Ammo chet tilini mukammal (perfekt) o'zlashtirib olish esa oson narsa emas albatta.
Bezpredel
11-25-2003, 09:38 AM
Kankenn off!!1
opqoch-aaaaaaaaaaaaaa :D
Ptichka-Pevchaya
11-26-2003, 01:55 AM
Asadbek',
Ptichka-Pevchaya,
Du hast voelligf recht mir deine Aussage ueber Freude und Trauer.
Eigentlich wollte ich nicht das (erfahren, ob ich recht habe oder nicht), sondern euere Meinungen dazu hören. Vielleicht hat jemand eine andere Erfahrung gemacht...???
Ich selber lehne dieser These ab. Warum, erzähle ich euch nächstes Mal ;)
Viel Spass!!!
Asadbek
11-26-2003, 03:29 AM
Geteilte Freude doppelte Freude,
Geteilte Trauer halbe Trauer -
Hurmatli Ptichka-Pevchaya,
nun hier meine Meinung:
Es stimmt, wer diese These gesagt hat. Weil, wenn du jemandem, der/die dir ganz nah steht, uerber deine Trauer erzaehlst, kann er/sie dich troesten, Ratschlaege geben, dich vom Trauer zurueck holen usw. Denn, menschliche Psychologie bestaetigt, dass der Mensch auf den Trost meistens positiv reagiert. Ausserdem, man kann schon merken, wenn jemand traurig ist, da fragt man doch, was der Grund sei. Falls du dann dein Trauer mit Freunden/Familienmitglieder udw teilst, koennen die Dir helfen. da fuehlen die auch mal leicht, dass die dann merken, dass es dir langsam besser geht. Ich persoenlich habe ganz selten ueber mein Trauer erzaehlt, wenn , dann habe ich mich bisschen gut gefuehlt. Es ist so. Zuviel gesprochen oder? :-)
Geteilte Freude ist doppelte Freude -
wieso sollte das nicht stimmen? Oder bist du etwa von denjenigen, die ihre Freude ganz und allein fuer sich behalten?
Wenn du mir ueber deine Freude erzaehlst, dann freue ich mich fuer dich, also, deine Freude vermehrt sich.
Kolobok
11-26-2003, 03:30 AM
Уважаемые участники этого топика,
Я давно уже смотрю за этим топиком,но понять ничего не могу по одной простой причине - не знаю Немецкого языка. Я что хотел спросить...данный топик какое-либо отношение имеет к проблемам и решениям Узбекистана? Если нет,я бы хотел перенести данный топик в Уголок языка.
Спасибо.
Asadbek
11-26-2003, 03:44 AM
Hurmatli Kolobok,
bu topik boshlang'ich mazmuni bilan O'zbekistonga oid mavzuda edi, ammo biz hozir boshqa gaplarga o'tib ketdik.
Topik nomi jihatidan tillar sahifasiga mosroq, o'tkazvorsaiz, qarshilik yo'q bizdan.
Kolobok
11-26-2003, 04:01 AM
Бег'ака,спасибо.
karekenf_off
11-26-2003, 04:13 AM
Asadbek, diese Sau macht mich verdammt Nervös. Ich schwöre bei Gott! Der ist einfach mal doof, verstehst du? Entweder ist er zu jung für solchen Sachen, oder er ist bloß ein Arschloch... verdammt, bin jetzt stinkt sauer auf ihn.
Ok, Leute, hier wollen wir Artikels, Infos über Usbekistan sammeln. Teilt ihr mit uns was. Lässt uns doch mal auf Deutsch was schreiben, lesen, labarn usw =)
PS: Kolobok, ty che durak? Ya tebe kak-to vysylal oskarbitel'nye soobsheniya forumchan, ty ne sdelal svoyu rabotu. Ne lez' syuda esli ty nix..ya ne ponimaesh' tut. Ty je ne znaesh', o chem my tut. I po odnomu soobsheniyu forumchana na russkom..ne mojesh' sudit' o tebe v celom. Tema otnositsya k problemam i resheniyam Uzbekistana. Tut sobirayut stat'i o Uzbekistane, pytayutsya obsujdat' temy na nemeckom. No v poslednee vremya offtopy poshli. No eto byvaet vo vseh temah. Koroche, sozdavaya temu, ya ne pytalsya o yazyke govorit'.
Tufta ty, Kolobok...
delayte che hotite
i eshe, Kolobok, perevedi dlya sebya nazvanie temy.
tup kak dub, ches slovo :D
Ptichka-Pevchaya
11-26-2003, 04:36 AM
Hallo Leute,
was macht ihr da??? Topic hieß doch 'etwas auf Deutsch'. Es ging nicht nur um die auf Usbekistan beziehenden Probleme und deren Lösungen. Wartet ihr mal, wenn es nur darum gehen soll, wird es langweilig und niemand guckt da mal rein. Das könnt ihr mir glauben. Ich habe einen langen Artikel da gestellt, kein Mensch hat irgendwie reagiert. Oder ist es das Ziel nur die Artikel zu sammeln? Was wollt ihr mit den Artikeln machen? Ich verstehe das nicht.
Jetzt in diesem Abteil, 'Sprachenecke-'ugolok jazyka', werden wir über Usbekistan, dessen Probleme sprechen?
Gute Idee, nicht wahr Asadbek?
Viel Spass!!!
Asadbek
11-26-2003, 06:00 AM
Karekeng off,
bleib cool Mann, du brauchst nicht andere Leute schimpfen. Es nutzt nicht.
Ptichka-Pevchaya,
wir haben im Forumabteil "Usbekistan - problemi i resheniya" auch ueber die Sprache gesprochen, ueber Freude und Trauer gesprochen... Die waren doch nicht zum Thema oder?
Also, ich sehe da kein Problem, wenn der Topic "Etwas auf Deutsch" hier sein sollte... Aber jetzt sieht es komisch aus, weil das Thema "Usbekistan - Probleme und Loesungen" (in German) in der Sprachabteilung steht...
Was noch einen Sinn macht: in der Sprachabteilung spricht man nicht nur ueber die Sprachen, sondern auch in den verschiedenen Sprachen.
Im gesamten Forum ist Diaspora der Deutschsprechenden ganz gering als das der English-, Russischsprechenden.
Deswegen, macht da kein Theater, weil in diesem Topic wird sowieso nicht ueber Probleme in Usbekistan diskutiert, oder?
MfG
kamina
P.S: Kolobok, avvalgi nomida qoldiraqolsaiz bulaverardi, hozir qiziq nom berib quyibsiz.
Толян ака Агрессор
11-26-2003, 08:09 AM
karekenf_off: 1655e9c9,
Бормисан?
Ну ты Колобка... как бы сказал Евсеев...
karekenf_off
11-26-2003, 09:22 AM
karekenf_off: 1655e9c9,
Бормисан?
Ну ты Колобка... как бы сказал Евсеев...
a Evseev vsem na hui poslal. On poslal snachalo publiku, potom v kameru kriknul: Xui vam!
Zdes' link, prislushaytes' =)
http://mail.mbclubs.ru/Wales-RussiaXUY.avi
Толян ака Агрессор
11-26-2003, 10:43 AM
karekenf_off: 1655e9c9,
А че ты вдруг стал karekenf_offом?
karekeng_off
11-26-2003, 04:35 PM
elki palki, fignya kakaya-to... et sluchayno. Ili mne nado menyat' imidj?! :)
Asadbek',
Danke für Deine Meinung!
Weil, wenn du jemandem, der/die dir ganz nah steht, uerber deine Trauer erzaehlst, kann er/sie dich troesten, Ratschlaege geben, dich vom Trauer zurueck holen usw. Denn, menschliche Psychologie bestaetigt, dass der Mensch auf den Trost meistens positiv reagiert.
Bei mir ist es so, ich will keinen Trost hö'ren. Wenn ich meine Trauer jemandem erzähle, wird es mir einfach leicht innen drin. Nicht weil derjenige, dem ich alles erzählt habe, mich trö'stet.
Geteilte Freude ist doppelte Freude -
wieso sollte das nicht stimmen? Oder bist du etwa von denjenigen, die ihre Freude ganz und allein fuer sich behalten?
Ich habe einmal so was erlebt: eine meiner Bekannten sagt zu mir: Erzähl nie Deine Freude, Deinen Erfolg jemandem, sogar nicht deinen Freunden, die werden neidisch und versuchen Dir gegenüber was Unangenehmes zu tun. Sie hätte das selber erlebt. So hätte ich auch sagen können :).
Davon augehend kann man sagen, dass man dieser These nicht immer zustimmen kann.
Wenn du mir ueber deine Freude erzaehlst, dann freue ich mich fuer dich, also, deine Freude vermehrt sich.
Und die anderen, sagen wir: würden sich alle deine Freunde über Deine Freude freuen?
Ich will nicht erfahren, ob Du richtige Freunde hast oder nicht. Einfach möchte ich wissen: kannst Du immer dieser These zustimmen?
Viele Grüße!!!
Ptichka-Pevchaya
11-29-2003, 03:41 AM
Wieder vergessen! Das war ich Ptichka-Pevchaya. Was kann man dagegen machen a? :).
Amazone
11-29-2003, 05:16 AM
Solom berippiz hammaga!
qiziqib qoldik endi
P.S: Mana siz tilshunossiz. Boshlang'ich kommunikaciya uchun biror chet tilidan 500 so'z bilishingiz kifoya. Ammo chet tilini mukammal (perfekt) o'zlashtirib olish esa oson narsa emas albatta.
...oooooOKi dOKi!!!
qiziqib qoldik deng :) ,hmmm...vabsheto biz hali tilshunosmasmiz,lek' Sprachwissenschaftendan ozgina savodimiz bor desak adashmagan bolardik :) Man albat' gapizga qoshilaman,lek' raz odam (masalan Qoraqalpoq do'stimiz) :"man bironta tilni bilaman" dedimi znachit osha tilda qiynalmasdan fikrini yetqazib bera olishi lozim,manimcha.A ikkita Ausdruckki organvolib "ana endi tilni zor bilaman" deyish sal dummli qiladi.
Hurmatli O'zbek qizi,
nechta tilda fikriz va hislarizni qiyinchiliklarsiz yetqazib bera olasiz?
Akaginam Asadbek! Man hali hech qaysi tilni to'liq bilaman demiman.Bundan chiqdi hali hech qaysi tilda 100 poyiz gaplashalmiman.Chunki O'zbekchada gapiraman desam ko'pincha gap topalme qolib o'rischa qo'shvoraman (zaraza o'ris maktabi :P ) O'rischada gapiraman desam o'zbekcha qo'shilib ketishi mumkin.Ikkinchi orischa gapirmiman deymanu,lek' baribir ohshame qoladida...
:)
A Deutschga kese...hmm :rolleyes: ...nima desamkin umuman oganda nemislar manga "du sprichst ja gut Deusch! man merkt fast kein Akzent.Bist du in Deutschland geboren?" deyishadi (endi bu yogi maqtanishga o'hshab ketti :P )
Undan tashqari bekorchilikdan turk,arab,pranzuz tillari boshlavoganman o'zimcha :P English bo'sa ... :oops: coole Sprache,aber schwierige Aussprache...na ja ich lerne sie nur fuer meine Englishklausuren und um Lieder auf English mehr od. weniger zu ferstehen,'cause Sean Paul singt auf English,und ich :heart: him.
Aytmahchi,sizdan yaxshigina paylasup chiqarkanu a Akam! :D Medienwissenschaftenda nima qilib yuribsiz? :)
chksz hrmtlrm
Amazone
11-29-2003, 05:19 AM
Wieder vergessen! Das war ich Ptichka-Pevchaya. Was kann man dagegen machen a? .
Bulbulcha,ich weiss was du machen sollst! :) geh nach oben und melde dich bei "registr" an.
btw wo bist Du?
liebe gruesse
karekeng_off
11-29-2003, 07:40 AM
Ptichka-Pevchaya: b0747b6a, sag nie deine Geheimnisse deinen Freunden, denn deine Freunden haben auch ihre Freunde. Ansonsten schlage dir vor, zu Asadbek zu fahren. Der findet für dich "Heilmittel" für all deine Problemen. So viel ich weiss, hier ist der Asadbek der netteste.. ich mag ihn weisste =) nicht dass du denkst ich sei schwul, nööö, ich mag ihn so wie nen Freund oder nen netten Langsmann... =) vielleicht brauchst du sowas wie Libe oder was weiss ich?
Asadbek
11-29-2003, 04:25 PM
Wenn ich meine Trauer jemandem erzähle, wird es mir einfach leicht innen drin. Nicht weil derjenige, dem ich alles erzählt habe, mich trö'stet.
Ich stimme hier Dir zu, man will keinen Trost hoeren. Aber es gibt auch diejenigen, die Trost hoeren wollen... Wenn du deinen Trauer jemandem erzaehlst, gehoert Trost einfach dazu,ob du willst oder nicht...
Ich habe einmal so was erlebt: eine meiner Bekannten sagt zu mir: Erzähl nie Deine Freude, Deinen Erfolg jemandem, sogar nicht deinen Freunden, die werden neidisch und versuchen Dir gegenüber was Unangenehmes zu tun. Sie hätte das selber erlebt. So hätte ich auch sagen können :).
Davon augehend kann man sagen, dass man dieser These nicht immer zustimmen kann.
Es geht hier darum, ob wir dieser These zustimmen oder nicht...
Echte Freunde werden nicht neidisch sein oder was unangenehmes tun... Natuerlich sagt man nicht alles allen Freunden. Da muss du schon deine Freunde kennen, wenn du denen etwas trauest. Aber wie kann man dann leben, ohne die Leute in deiner unmittelbaren Naehe davon teilhaben zu lassen?
Und die anderen, sagen wir: würden sich alle deine Freunde über Deine Freude freuen?
Das weiss man eigentlich nie.
Aber, du wirst doch auch nicht erzaehlen, wenn du denkst, sie wuerden nicht darueber freuen, wovon du erzaehlst, oder?
Wenn du dann deinen Freunden nichts von deinem Leben trauen kannst, hast du dann noch Freunde?
Einfach möchte ich wissen: kannst Du immer dieser These zustimmen?
Nicht immer, aber immer oefter!
Viele Gruesse aus Sachsen!
Asadbek
11-29-2003, 04:36 PM
Man albat' gapizga qoshilaman,lek' raz odam (masalan Qoraqalpoq do'stimiz) :"man bironta tilni bilaman" dedimi znachit osha tilda qiynalmasdan fikrini yetqazib bera olishi lozim,manimcha.A ikkita Ausdruckki organvolib "ana endi tilni zor bilaman" deyish sal dummli qiladi.
Siz manimcha palonchi tilni bilaman degan odamni birdan "100 foiz" degan qolipga solib qo'ymasangiz kerak, axir?..
Siz masalan nemis tili, rus tillarini bilasiz, bu degani shu tilda gaplasholasiz, fikrizzi ma'lum darajada yetkaza olasiz.
Man hali hech qaysi tilni to'liq bilaman demiman.Bundan chiqdi hali hech qaysi tilda 100 poyiz gaplashalmiman.
Gap tilni to'liq bilish emas, tilni bilish haqida ketdi adashmasam :-)
Karekengni esa qaysi tilni qay darajada bilishini men muhokama qilolmayman.
A Deutschga kese...hmm :rolleyes: ...nima desamkin umuman oganda nemislar manga "du sprichst ja gut Deusch! man merkt fast kein Akzent.Bist du in Deutschland geboren?" deyishadi (endi bu yogi maqtanishga o'hshab ketti :P )
Tilingiz hozirgidan-da mukammallashishini tilab qolaman!
Undan tashqari bekorchilikdan turk,arab,pranzuz tillari boshlavoganman o'zimcha
:-) Nima uchun o'rganyapsiz shu tillarni? Ertaga bilish uchunmi yoki to'liq bilish uchunmi? ;-)
Aytmahchi,sizdan yaxshigina paylasup chiqarkanu a Akam! :D Medienwissenschaftenda nima qilib yuribsiz? :)
Hayot o'zi filosofiyadan iborat emasmi aslida?
Medienweltdan qiziqroq joy topolmadimde :-)
Salomatlik tilab
Asadbek
11-29-2003, 04:38 PM
So viel ich weiss, hier ist der Asadbek der netteste.. ich mag ihn weisste =) nicht dass du denkst ich sei schwul, nööö, ich mag ihn so wie nen Freund oder nen netten Langsmann... =) vielleicht brauchst du sowas wie Libe oder was weiss ich?
Uebertreibe es jetzt nicht Karekengjon!
Ptichka-Pevchaya: b0747b6a, sag nie deine Geheimnisse deinen Freunden, denn deine Freunden haben auch ihre Freunde. Ansonsten schlage dir vor, zu Asadbek zu fahren. Der findet für dich "Heilmittel" für all deine Problemen. So viel ich weiss, hier ist der Asadbek der netteste.. ich mag ihn weisste =) nicht dass du denkst ich sei schwul, nööö, ich mag ihn so wie nen Freund oder nen netten Langsmann... =) vielleicht brauchst du sowas wie Libe oder was weiss ich?
karekeng_off,
habe ich etwa gesagt, ich hätte irgendwelche Probleme???
Wenn ich haben würde, brauche ich keinen Vorschlag wie Deinen. Pass auf was Du da redest. Okay???
Übrigens, Du darfst auch Deine Meinung zu dieser These hinterlassen, wenn Du willst!!! Das macht mir Spass.
Viele Grüße!!!
das war mein Posten, Ptichka-Pevchaya.
Asadbek
12-09-2003, 01:42 AM
Nun,
was ist mit der These geworden?
Ptichka-Pevchaya
12-09-2003, 04:52 AM
Asadbek', Echte Freunde werden nicht neidisch sein oder was unangenehmes tun... Natuerlich sagt man nicht alles allen Freunden. Da muss du schon deine Freunde kennen, wenn du denen etwas trauest. Aber wie kann man dann leben, ohne die Leute in deiner unmittelbaren Naehe davon teilhaben zu lassen?
Aber, du wirst doch auch nicht erzaehlen, wenn du denkst, sie wuerden nicht darueber freuen, wovon du erzaehlst, oder?
Wenn du dann deinen Freunden nichts von deinem Leben trauen kannst, hast du dann noch Freunde?
Es geht nicht, dass Du Deine Freude, oder Deine Trauer nur den echten Freunden sagen sollst, sondern hier ist es allgemein gemeint. Du kannst Deine Freude allen deinen Bekannten vielleicht sogar erz?hlen, aber ob die Freude doppelt, ob die These wirklich da verwendbar ist, das ist wichtig. Wenn man denkt, dass man nur den echten Freunden alles sagen soll, dann stimme ich dieser These 100% zu.
Ich wollte nur noch weiter bisschen problematisieren.
Gute Ideen, so lernt man ja von den anderen ;).
Viel Spass!!!
Asadbek
12-09-2003, 06:40 AM
Du kannst Deine Freude allen deinen Bekannten vielleicht sogar erzaehlen, aber ob die Freude doppelt, ob die These wirklich da verwendbar ist, das ist wichtig.
Hallo Ptichka-Pevchaya,
wenn du vorher kalkulieren koenntest, ob jemand sich deiner Freude anschliessen wuerde oder nicht, dann wuerdest du auch davon ausgehen und nur denjenigen erzaehlen, die sich mitfreuen wuerden. Natuerlich wuerdest du nach deiner Kalkulation denjenigen, die sich nicht mitfreuen wuerden, nicht mal ein Haufen von deiner Geschichte erzaehlen, oder?..
Also, die These wird dann zutreffen, da die Leute, denen du erzaehlst, fuer dich freuen wuerden.
Es ist schwer zu kalkulieren, wie die Leute reagieren werden...
Im Allgemeinen trifft die These fuer mich zu.
Ptichka-Pevchaya
12-11-2003, 06:15 AM
Asadbek',
Also, die These wird dann zutreffen, da die Leute, denen du erzaehlst, fuer dich freuen wuerden
Eben, das meine ich ja auch.
Im Allgemeinen trifft die These fuer mich zu.
Im Allgemeinen, in welchem Sinne? Du sprichst wieder wider Deiner vorherigen Meinung. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, möchtest du sagen, dass Du nur mit den Leuten Deine Freude und Trauer teilst, die gute, echte Freunde heißen?
Viel Spass!!!
Asadbek
12-11-2003, 08:04 AM
Nein, nicht wider meiner Meinung,
ganz im Gegenteil!
Also, wir gehen zur Kalkulation:
Wieso sollte ich mit den Leuten meine Freude teilen, die mit mir nicht freuen wuerden?
Wenn ich schon vorher weiss, ob jemand sich meiner Freude anschliesst, dann erzaehle ich ihm, dann ist meine Freude verdoppelt.
Und denen, die sich nicht freuen wuerden, erzaehle ich doch einfach nicht.
Nach dieser Kalkulation:
- erzaehlst du deine Freude denjenigen, die sich nicht fuer dich freuen werden, wenn du schon weiss, dass sie sich nicht freuen werden?
Ich denke nicht.
Ptichka-Pevchaya
12-18-2003, 04:11 AM
Asadbek', Nach dieser Kalkulation:
- erzaehlst du deine Freude denjenigen, die sich nicht fuer dich freuen werden, wenn du schon weiss, dass sie sich nicht freuen werden?
Nein, wenn ich das weiss, dann eben nicht! Aber die These lautet 'geteilte Freude-doppelte Freude'. Bleib bitte nicht so fest an dieser Kalkulation! Es gibt auch andere Fälle gerade für die Verwendung dieser These.
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